Schutzhandschuhe

Es kommt nicht von ungefähr, dass die Schutzhandschuhe in diesem Katalog an erster Stelle stehen: Einerseits werden bei fast einem Drittel aller Berufsunfälle die Hände verletzt, andererseits sind Schutzhandschuhe unsere grosse Spezialität. Vom schweren Hitzeschutzhandschuh gegen Flüssigmetallspritzer bis zum feinen Trikothandschuh für Arbeiten, die ein gutes Fingerspitzengefühl erfordern, umfasst unsere Standardkollektion über 300 verschiedene Typen, die meisten lieferbar in mehreren Grössen. Wir sind aber auch in der Lage, für besondere Fälle und bei einer angemessenen Menge Spezialmodelle anzubieten. Beides, die grosse Auswahl an preisgünstigen Standardausführungen und die Möglichkeit, Sonderwünsche zu erfüllen, versetzt uns in die Lage, Ihnen stets den wirtschaftlichsten Handschuh für den betreffenden Verwendungszweck vorzuschlagen und dadurch Ihre Handschuhkosten tief zu halten.

Seit dem Inkrafttreten des revidierten Bundesgesetzes über die Sicherheit technischer Einrichtungen und Geräte STEG und der dazugehörigen Verordnung am 1.7.95 müssen auch in der Schweiz verkaufte Schutzhandschuhe den Anforderungen der europäischen Richtlinie 89/686/EWG entsprechen. Je nach Schutzwirkung werden sie den Kategorien I, II oder III wie folgt zugeordnet:

Die Kategorie I umfasst Handschuhe, die nur für anspruchslose Arbeiten mit geringfügiger Gefährdung eingesetzt werden dürfen, bei denen der Benutzer einen allmählich eintretenden Schaden rechtzeitig wahrnehmen kann. Zu dieser Kategorie gehören z.B. Handschuhe für Garten- und Haushaltarbeiten, leichte Montagearbeiten, Handschuhe zum Schutze der Werkstoffe usw. In einer Konformitätserklärung muss der Hersteller bestätigen, dass die Handschuhe dieser Kategorie die Mindestanforderungen der Richtlinie 89/686/EWG erfüllen.

Der Kategorie II sind Handschuhe zugeordnet, die gegen mechanische, mikroorganische und/oder chemische Gefährdung schützen sollen. Zu dieser Kategorie gehören somit die meisten Handschuhe für den industriellen Gebrauch. Sie unterliegen einer Baumusterprüfung durch ein autorisiertes Prüfinstitut nach einer oder mehreren der nachstehend aufgeführten Europäischen Normen EN.

Die Kategorie III schliesslich umfasst Handschuhe, die gegen komplexe und irreversible Gefährdung Schutz bieten sollen. Dazu gehören Handschuhe für die Handhabung heisser Teile mit Temperaturen von über 50 °C oder für Arbeiten in warmer bzw. kalter Umgebung mit Temperaturen von über 100 °C bzw. unter -50 °C, ferner Handschuhe, die gegen Flammen, Flüssigmetallspritzer, aggressive Chemikalien, Mikroorganismen, elektrische Stromstösse oder ionisierende Strahlung schützen sollen. Sie unterliegen einer komplexen Baumusterprüfung und die Herstellung der Handschuhe muss nachweislich aufgrund eines Qualitätssicherungssystems erfolgen.

Den Handschuhen der Kategorien II und III muss eine Gebrauchsanweisung beigefügt werden, die Auskunft über die durchgeführten Prüfungen und die dabei erzielten Resultate sowie Hinweise für eine zweckmässige Lagerung und Pflege gibt.

In der EU verkaufte Handschuhe der Kategorien II und III müssen, als Bestätigung für die korrekt durchgeführte und bestandene Baumusterprüfung, mit dem so genannten CE-Zeichen und den entsprechenden Piktogrammen gekennzeichnet werden. Eine unberechtigt angebrachte Kennzeichnung ist strafbar und kann für den Inverkehrbringer vor allem im Schadenfall schwer wiegende Konsequenzen haben.

Da die Schweiz nicht der EU angehört, besteht für im Inland verkaufte Handschuhe leider keine Kennzeichnungspflicht, die Konsequenzen sind im Schadenfall jedoch die gleichen. Alle unsere Handschuhe entsprechen den Mindestanforderungen der Richtlinie 89/686/EWG und die Handschuhe der Kategorien II und III sind ordnungsgemäss geprüft, gekennzeichnet und mit der auch in der Schweiz obligatorischen Gebrauchsanweisung, die Auskunft über die durchgeführten Prüfungen gibt, versehen. Verlangen Sie im Zweifelsfall von Ihrem Lieferanten für Handschuhe dieser Kategorien eine Konformitätserklärung, vor allem, wenn mit den Handschuhen keine Gebrauchsanweisung mitgeliefert wird.

Sie können sich aber bei uns auch auf eine zuverlässige, kontinuierliche Belieferung mit den gleichen Ausführungen in einer gleichbleibenden Qualität verlassen. Unsere Qualitätskontrolle ist während des ganzen Herstellprozesses lückenlos, und wir arbeiten nur mit Lieferanten zusammen, die die nötigen Erfahrungen aufweisen, seriös sind und Gewähr für tadellose Handschuhe in der vereinbarten Qualität bieten.

Wir bitten um Verständnis, dass nach Neujahr die Winterhandschuhe ausverkauft werden und deshalb unter Umständen nicht mehr in allen Fällen verfügbar sind. Wir bemühen uns dann aber, Ihnen ähnliche Ersatzartikel vorzuschlagen.

 

Für Schutzhandschuhe sind folgende EN‑Prüfungen vorgesehen:

EN 420 Allgemeine Anforderungen

Definiert die Grundanfrderungen an Schutzhandschuhe hinsichtlich:

– Eignung – Grössen
– Unschädlichkeit – Produktinformationen
– Konstruktion – Kennzeichnung
– Lagerung – Verpackung

 

EN 388 Mechanische Gefahren Werte
a  Abriebfestigkeit 0–4
b  Schnittfestigkeit 0–5
c  Reissfestigkeit 0–4
d  Stichfestigkeit 0–4
X = nicht getestet da nicht relevant
EN 374-2 Penetrationsbeständigkeit gegen Mikroorganismen

Der Handschuh erreicht den akzeptierbaren Qualitätslevel AQL gegen die Durchdringung von Mikroorganismen

 

EN 374-3 Chemische Gefahren

Die Handschuhe bieten gegen mindestens drei verschiedene definierte Chemikalien während mindestens 30 Minuten ausreichenden Schutz. Vor dem Einsatz ist ein Praxistest angezeigt.

EN 374 Einfacher Chemikalienschutz

Die Handschuihe sind wasserdicht, erfüllen aber die obige Anforderungen für chemikalische Gefahren nicht. Vor dem Einsatz ist ein Praxistest angezeigt.

 

EN 421 Radioaktive Gefahren

Die Handschuhe schützen vor einem direkten Kontakt mit radioaktiven Substanzen.

 

EN 407 Thermische Gefahren Werte
a  Brennverhalten 1–4
b  Kontakthitze 1–4
c  Konvektive Hitze 1–4
d  Strahlungshitze 1–4
e  Flüssigmetallspritzer 1–4
f  Flüssigmetall 1–4
X = nicht getestet da nicht relevant
EN 511 Kälterisiken Werte
a  Konvektive Kälte 0–4
b  Kontaktkälte 0–4
c  Wasserdampfdurchlässigkeit 0–1
EN 60903 Elektrische GefahrenIsolierende Schutzwirkung für Arbeiten unter elektrischer Spannung

 

EN 421 StrahlengefahrSchutz gegen ionisierende Strahlen und radioaktive Kontamination

 

EN 388 Antistatik

Ableitung statischer Elektrizität

 

EN 659 FeuerwehrgefahrenNorm für Feuerwehrschutzhandschuhe

 

Piktogramme für Lebensmittel-HandschuheDiese Piktogramme bestätigen, dass die Unbedenklichkeit der Handschuhe bei Kontakt mit Lebensmitteln durch ein akkreditiertes Prüfinstitut überprüft wurde.

 

 

 

 

Die Normenblätter können bei folgender Adresse beschafft werden: Normen-Vereinigung SNV, Bürglistrasse 29, 8400 Winterthur, Telefon 052 224 54 54, Telefax 052 224 54 74, E-Mail info@snv.ch.

 

Physikalische Beständigkeitswerte der Schutzhandschuhe

Marerial

 

 

Oberfläche

PVC

Vinyl

Naturlatex Neoprene Nitril Butyl Spaltleder Narben-

leder

glatt rau glatt rau glatt rau glatt rau nur glatt
Abriebfestigkeit 5 4 5 4 4 3 4 4 4 3 4
Zugfestigkeit 3 3 5 5 4 4 4 4 4 4 5
Reissfestigkeit 3 3 5 5 4 4 3 3 3 4 5
Grifffestigkeit

trocken / nass

3

2

4

3

4

3

5

4

3

2

4

4

3

2

4

4

5

3

5

0

4

0

Schnittfestigkeit 3 5 4 5 4 4 4
Stichfesigkeit 2 5 4 5 4 4 4
Geschmeidigkeit bei 0°C

20°C

2

3

4

5

4

5

4

5

4

4

3

3

4

4

Alterungsbeständigkeit

(UV/Ozon)

4 3 5 5 5 5 5
Tastgefühl bei geringer Materialstärke 3 5 4 5 0 2 4
Temperaturbereich –5 65°C –25 95°C –25 150°C –25 150°C 25 150°C  

200°C

 

150°C

Waschbarkeit bei max. 60°C

(Trocknen bei Raumtemperatur)

0 0 0 0 >0 3 3

 

 

Marerial

 

 

Oberfläche

Baumwoll-

gewebe

Baumwoll-

trikot

Polyester-

trikot

Baumwoll-

Schlingen-

gewirk

KEVLAR-

Gewebe

und -Filz

KEVLAR-

Gewirk

KERMEL-

Schlingen-

gewirk

Segelstoff
Zugfestigkeit 4 4 5 4 4 4 4 5
Reissfestigkeit 4 4 5 4 4 4 4 5
Grifffestigkeit

trocken / nass

3

0

3

0

3

0

3

0

3

0

3

0

3

0

3

0

4 2 3 4 5 5 5 5 4
Stichfesigkeit 1 1 1 1 2 1 1 2
Geschmeidigkeit bei 0°C

20°C

4

4

5

5

5

5

4

4

2

2

5

5

4

4

3

3

Alterungsbeständigkeit

(UV/Ozon)

5 5 5 >5 5 5 5 5
Tastgefühl bei geringer Materialstärke 4 5 5 0 0 4 0
Temperaturbereich 200°C  

200°C

 

40°C

 

300°C

 

500°C

 

300°C

 

450°C

 

300°C

Waschbarkeit bei max. 60°C

(Trocknen bei Raumtemperatur)

3

schrumpft leicht

5

schrumpft stark

5

schrumpft nicht

4

schrumpft stark

3

schrumpft leicht

5

schrumpft leicht

3

schrumpft leicht

3

schrumpft leicht

 

 

 

 

 

Bewertung:
5 = sehr gut 2 = ungenügend
4 = gut 1 = schlecht
3 = genügend 0 = ungeeignet

 

Chemische Beständigkeitswerte der Schutzhandschuhe

1   PVC 1) / Vinyl

2   Naturlatex

3   Neoprene

4   Nitril

5   Butyl

1) Die als «Spezial‑PVC» bezeichneten höherwertigeren PVC- Mischungen haben generell bessere Beständigkeiten, vor allem gegen Kohlenwasserstoffe wie z.B. Öle, Fette und Treibstoffe. Dasselbe gilt für die Handschuhe aus Naturlatex mit porenfreier Oberfläche.

Bewertung:
b = beständig nb = nicht beständig
bb = bedingt beständig – = nicht geprüft

 

Vor dem Einsatz empfiehlt sich ein Versuch. Da die Praxisbedingungen sehr unterschiedlich sein können, ist in jedem Fall ein konkreter Versuch angezeigt. Bei sehr aggressiven chemischen Substanzen oder bei nur bedingter Beständigkeit kann die Gebrauchsdauer der Handschuhe erheblich verlängert werden, wenn sie regelmässig nach getaner Arbeit mit Seifenwasser gewaschen oder zumindest unter dem laufenden Wasserhahnen abgespült werden.

Substanzen 1 2 3 4 5
Acetaldehyd b b b b b
Acetamid
Aceton* nb bb bb nb b
Acrylnitril bb b b bb nb
Akkusäure bb bb b bb b
Alaun b b b b b
Aluminiumchlorid b b b b b
Ameisensäure 90%ig b bb b b b
50%ig b b b b b
10%ig b b b b b
Aminhärter bb bb bb b b
Ammoniak-Lösung b b b b b
Ammoniumcarbonat,
-chlorid
b b b b b
Ammoniumnitrat,
-phosphat, -sulfat
b b b b b
Amylacetat* nb bb bb nb bb
Amylalkohol bb bb b bb b
Anilin b nb nb nb b
Anon* nb nb nb nb nb
ASTM Öl 1 und 3 bb nb bb b nb
ATE-Bremsflüssigkeit b b b b b
Äthylacetat* nb bb bb nb b
Äthylalkohol b b b b b
Äthylamin b b b b nb
Äthylanilin b b b b nb
Äthyläther* nb bb bb nb bb
Äthylbenzol nb nb bb b nb
Äthylchlorid* nb nb bb bb bb
Äthylenchlorid bb bb bb b nb
Äthylendichlorid* nb nb nb nb nb
Äthylenglycol bb b b b b
Äthylentrichlorid* nb nb nb bb bb
Äthylformat nb bb bb b b
Äthylhexanol* nb nb nb bb nb
Ätherische Öle* nb nb nb nb nb
Bariumchlorid b b b b b
Beizsäure* bb bb bb bb b
Benzaldehyd* bb bb bb bb b
Benzin bb nb bb b nb
Benzol* nb nb nb nb nb
Benzylalkohol b b b bb b
Bleichmittel b nb b b b
Bleisulfat b b b b b
Borsäure b b b b b
Branntwein b b b b b
Brom nb bb b bb nb
Bromhydridsäure 40%ig b b b b b
Butan b nb b b nb
Butanol nb bb b b b
Buttersäure b bb b b b
Butylacetat* nb bb bb nb b
Butylalkohol b b b b b
Butylamin b
Butylstearat b bb b b b
Calciumacetat bb b b b b
Calciumchlorid b b b b b
Carbondestillat (aromatisch) nb nb bb b nb
Carbondisulfat bb nb bb b b
Carbonsäure b b b b b
Chloraceton* nb bb bb bb b
Chlorgas b bb b bb bb
Chlorkalk b b b b b
Chlorbenzol* nb nb bb bb nb
Chloroform* nb nb nb nb nb
Chloromethan nb bb b b nb
Chloronaphtalen* bb nb bb bb nb
Chlorsulfonsäure* nb nb nb nb nb
Chlorothene* nb nb nb bb bb
Chlorwasser* bb nb bb bb b
Chromsäure* b bb bb bb b
Cyclohexan nb nb nb b nb
Cyclohexanol nb b b b bb
Cyclohexanon* nb bb bb nb b
Dekalin* nb nb nb bb nb
Diaminäthylen bb b bb bb b
Diäthanolamin bb b b b nb
Diäthylamin bb b b b bb
Diäthyläther b b b b nb
Dibenzyläther* nb nb nb nb b
Dibutyläther nb nb b b bb
Dibutylphtalat b bb bb bb b
Dibutylsebacat* nb bb bb nb bb
Dichlorbenzol* nb nb nb nb nb
3,4-Dichloranilin nb b bb nb b
Dichloroäthan* nb nb nb bb bb
Dichloromethan nb bb b b nb
Dieselöl bb nb bb b nb
Diisobutylketon* nb bb nb nb b
Diisocyanat bb nb bb b *
Dimethylformamid* nb bb nb nb nb
Diphenyloxyd* nb nb nb nb bb
Dioctylphtalat nb bb b b b
Dioxan nb b b b b
Diphenyl* nb nb nb nb b
Druckerschwärze bb b b b b
Eisenchlorid, -nitrat b b b b b
Eisessig* bb bb bb bb b
Entfettungsmittel b nb b b b
Entwickler (Photochemie) b b b b b
Epoxyharz b b b b b
Erdöl bb nb bb b nb
Essigsäure 20%ig b b b b b
Färbemittel b b b b b
Farben auf Kunstharzbasis b nb bb b nb
Fette aller Art bb nb bb b nb
Fluor b bb b bb bb
Flusssäure b b b b b
Formaldehyd b bb b b b
Freon 11 und 12* nb nb nb nb nb
Freon 21 und 22* nb nb nb nb nb
Furfurol* nb bb bb nb b
Furfurylalkohol b
Gerblösung b nb b nb b
Gerbsäure b b b b b
Getriebeschmiermittel bb nb bb b nb
Glycerin b b b b b
Harnstoff b b b b b
Harzöl* bb nb nb bb nb
Heizöl bb nb bb b nb
Heptan b nb b b bb
Hexan-n* nb nb nb b nb
Hexanol* nb
Holzalkohol b b b b b
Holzschutzmittel bb bb b b
Hydraulikflüssigkeiten
– chlorierte* nb nb nb nb nb
– Phosphorsäureester* nb nb nb nb b
Hydrazin b b bb b b
Hydroquinon bb b b b
Hydrosulfit b b b b b
IP 4 und 5 (Düsentreibstoff) nb nb nb b nb
Isoamylalkohol b b b b b
Isobutylacetat nb bb bb nb b
Isobutylalkohol b b b b b
Isooctan nb nb bb b nb
Isophoron nb b b nb b
Isopropylalkohol (Isopropanol) b b b b b
Isopropyläther nb bb b b nb
Javelwasser b b b b b
Jod nb bb b bb b
Kaliumacetat b b b b b
Kaliumcarbonat, ‑bicarbonat b b b b b
Kaliumdichromat, ‑phosphat b b b b b
Kaliumchlorid, ‑nitrat, ‑sulfat b b b b b
Kaliumhydroxyd, ‑cyanid b b b b b
Kaliumjodid nb b b b b
Kaliumpermanganat‑Losung b bb b b b
Kalk/Kalkwasser b b b b b
Kalilauge b b b b b
Karbolineum bb nb nb b nb
Kerosen b nb b b nb
Kerosin bb bb b b nb

 

Übersicht über unser Schutzhandschuhprogramm

Handschuhe aus Material-
stärke
Glatte Oberflächen
ungefütterte Artikel gefütterte Artikel
PVC/Vinyl ≤0,49 mm 0,5–0,69 mm   ≥0,7 mm 4140, 4 141, 4 145,
4795, 4796
8500, 8900
Naturlatex ≤0,49 mm 0,5–0,69 mm ≥0,7 mm 4150, 4155, 4180, 4990, 4991, 4992   4200, 4210, 4230, 4310, 4340, 4345   4400
Neoprene ≤0,49 mm
0,5–0,69 mm
0,7–0,79 mm
4165
Nitril ≤0,49 mm         0,5–0,79 mm 2015, 4055, 4160, 4162, 4163, 4164, 4190, 4191, 4195, 4196, 4198, 9561 2030, 2090, 2095, 6700, 6705, 6740, 6750, 6770, 6775, 7920, 7925, 8400,
8410, 8450, 8460, 9540, 9542, 9545, 9560, 9561, 9562, 9565, 9580, 9585,
9600, 9602
4830, 7720, 7730, 7780, 7800, 7810, 7820, 7830, 7840, 7845, 7850, 7860
PU ≤0,29 mm 0,3–0,5 mm 2010, 5650, 9530, 9535, 2045 2000, 2005, 2020, 2025
Butyl 0,7 mm 4900
PVA ≤0,49 mm 4890
Spaltleder ≤1,29 mm   1,3–1,49 mm   ≥1,5 mm
Narbenleder ≤1,29 mm       1,3–1,39 mm ≥1,4 mm 3780, 3790, 3795, 3850, 3860, 5400, 5610, 5615, 5625, 5640, 5680, 5688,
5695, 5900, 5950, 5980, 5990, 6400, 6410, 6440, 8700
3780
6600
5110, 5180, 5685, 5700, 5710, 5750, 5760, 5780, 5800, 5850, 5870, 5890,
8750   5100, 5120, 5200, 5250
6100, 6250, 6650
Baumwollgewebe ≤299 g/m2
300 –399 g/m2 400–500 g/m2
9200, 9250, 9260
9080
  3010 3050
Baumwolltrikot ≤249 g/m2   250 –399 g/m2 9360, 9800, 9810, 9840, 9900, 9920, 9940, 9950
9300, 9310, 9380, 9400, 9450, 9455
Baumwoll-
Schlingengewirk
900 g/m2
1100 g/m2
2220, 2225
2230, 2235, 2250, 2260
Polyestertrikot leicht
mittel
9850, 9660, 9665
2140, 2145, 9500, 9510, 9680, 9880 9890
Polyestergestrick mittel schwer 2160, 2165, 9760, 9780
9700, 9770, 9790
Glasfasergewebe 2800
Kevlargewebe 600 g/m2 2600, 2610, 2650, 2680
Kevlar/Rayonfilz 600 g/m2 2500, 2580
Kevlargestrick leicht
mittel schwer
2100
2110, 2150, 2151, 2152
2115, 2300
  2425, 2430 2450
Spectra-, HPPE-bzw. Dyneema-
gestrick
schwer 2060, 2065
Kermel-Schlingen-gewirk auf Wollfilz 4mm 2700, 2780
Handschuhe aus Raue/profilierte Oberflächen
ungefütterte Artikel gefütterte Artikel
PVC/Vinyl   4780, 4781, 4790   2070, 4985, 6920, 6940, 7246, 7250, 7260, 7270, 7290, 7320, 7325
7220, 7230
Naturlatex 4000, 4001, 4002, 4030, 4120
2055, 4010, 4020, 4035, 4040, 4045, 4070, 4100
4080, 4105, 4110, 4540,4590
2035, 4450 4410 4460, 7240, 7940, 7950, 7990, 7991, 7992, 7995, 7998, 8000, 8050, 8060,
8090, 8100, 8110, 8200, 8210
Neoprene ≤0,49 mm
0,5–0,69 mm
0,7–0,79 mm
4165
Nitril ≤0,49 mm         0,5–0,79 mm 2015, 4055, 4160, 4162, 4163, 4164, 4190, 4191, 4195, 4196, 4198, 9561
PU 5660 5670 9630 9590, 9640
Spaltleder 3795, 5450, 5600, 5605, 5620, 5630, 5635, 5690, 6450
3680
5010, 5020, 5030   2900, 2950, 3690, 3695, 5000, 5025, 5300, 5350
6000, 6050
Baumwollgewebe 8600   9000, 9020, 9050, 9060
Baumwolltrikot ≤249 g/m2   250 –399 g/m2 9830, 9960, 9970
Polyestertrikot   9470, 9490, 9685
Polyestergestrick mittel schwer 2160, 2165, 9760, 9780
Glasfasergewebe 2820
Kevlargewebe 2620
Kevlar/Rayonfilz 2080, 2020, 2205
Kevlargestrick   2130, 2135

 

Wie finde ich den für einen bestimmten Zweck wirtschaftlichsten Schutzhandschuh?

Diese Frage wird uns häufig gestellt, und es ist in Anbetracht der verschiedenen Materialien und Ausführungen tatsächlich nicht einfach, für eine bestimmte Arbeit den wirtschaftlichsten Handschuh auszuwählen. Sehr oft kommt es deshalb vor, dass völlig ungeeignete Handschuhe eingesetzt werden, z.B. PVC-Handschuhe bei Einwirkung von Wärme, Naturlatex-Handschuhe bei Kontakt mit öligen Materialien oder Leder-Handschuhe beim Umgang mit scharfkantigen Werkstücken.

Wir haben in diesem Katalog bei jedem Artikel typische Einsatzbereiche genannt. Die aufgeführten EN-Piktogramme und die danebenstehenden Werte geben weitere Hinweise, was von den einzelnen Handschuhen erwartet werden kann. Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie nun Tabellen, die über die physikalischen und chemischen Beständigkeiten der verschiedenen Handschuhmaterialien Auskunft geben sowie eine schematische Übersicht über unser Schutzhandschuhprogramm.

Legen Sie zunächst einmal fest, welche Eigenschaften ein wirtschaftlicher Schutzhandschuh für den vorgesehenen Verwendungszweck erfüllen muss und mit welchen chemischen Substanzen er allenfalls in Kontakt kommt. Dabei ist zu beachten, dass handelsübliche Produkte meistens Gemische mehrerer Substanzen sind; der Lieferant muss deshalb unbedingt die Zusam- mensetzung bekannt geben. In der Tabelle «Physikalische Beständigkeitswerte der Schutzhandschuhe» auf den Seiten 50–51 können Sie nun zunächst ermitteln, welche Handschuhmaterialien grundsätzlich in Frage kommen. Wählen Sie diejenigen Materialien aus, die bezüglich der Haupterfordernisse mit einer 4 oder 5 bewertet sind. Werden die Handschuhe auch noch chemischen Einwirkungen ausgesetzt, können Sie in der Tabelle «Chemische Beständigkeitswerte der Schutzhandschuhe» auf den Seiten 52–53 nachsehen, welche der gewählten Materialien gegen die betreffenden Substanzen beständig oder allenfalls noch bedingt beständig sind. Haben Sie nun so das oder die geeigneten Materialien ermittelt, können Sie anhand der «Übersicht über unser Schutzhandschuhprogramm» auf Seite 54 ermitteln, welche Artikel in Frage kommen, wobei Sie dort auch noch Angaben über die Materialstärke, Oberflächenstruktur und Fütterung der Handschuhe finden. Schlagen Sie nun die ein- zelnen Artikel auf (diese sind numerisch aufsteigend im Katalog aufgeführt), und lesen Sie die Artikeltexte sowie die Verwendungsangaben und beachten Sie die EN-Piktogramme und die dazugehörige Erläuterung auf Seite 3. Es sollte Ihnen nun nicht mehr schwer fallen, den am besten geeigneten Schutzhandschuh zu eruieren.

Sollten Sie mit diesem Vorgehen in Ihrem speziellen Fall nicht zum gewünschten Ziele kommen, steht Ihnen unser Innen- und Aussendienst im Sinne echter Problemlösungen gerne zur Verfügung. Es geht uns darum, dass Sie den für Sie zweckmässigsten und wirtschaftlichsten Handschuh aus unserem umfassenden Angebot verwenden. Der preisgünstigere ist jedoch sehr oft nicht der kostengünstigere!